Corona-Virus, SARS-CoV-2, Covid-19?

  • Was ist das Corona-Virus? Das neuartige Corona-Virus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.
  • Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan (China) her weltweit ausgebreitet.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Corona-Virus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

 

Corona und Osteoporose

(25. März 2020, International Osteoporosis Foundation (IOF)) Bleiben Sie sicher und gut informiert. Hier stellen wir einige hilfreiche Informationen für ältere Erwachsene und Menschen mit Osteoporose zur Verfügung, die uns die International Osteoporosis Foundation (IOF) übermittelt hat.

Bitte bedenken Sie, dass ältere Erwachsene und Menschen, die an bestimmten chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Lungen-, Herz- oder Nierenerkrankungen leiden, ein höheres Risiko für die schwerwiegenderen Komplikationen der COVID-19-Erkrankung haben. Wir bitten Sie dringend, sicher zu bleiben, indem Sie die notwendigen Vorsichtsmassnahmen gemäss den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden Ihres Landes treffen. Wir möchten auch Menschen mit Osteoporose und Menschen, die Medikamente zur Behandlung von Osteoporose einnehmen, versichern, dass eine Osteoporose Ihr Risiko, sich mit einem Coronavirus zu infizieren oder ernsthafte Komplikationen zu erleiden, nicht erhöht.

Mehr denn je ist es für Osteoporose-Patienten jedoch entscheidend, frakturfrei zu bleiben. Die Gesundheitssysteme sind überlastet, und in allgemeinen Empfehlungen wird dringend empfohlen, Krankenhäuser und Arztpraxen zu meiden, es sei denn, dies ist absolut notwendig.

  • Stürze zu vermeiden ist entscheidend: Stellen Sie sicher, dass Ihre häusliche Umgebung frei von Hindernissen ist.
  • Brechen Sie keine Osteoporosebehandlung (einschließlich Kalzium- und Vitamin-D-Zusätze) ab, die Ihnen verschrieben wurde, und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken haben.
  • Wenn Ihr Krankenhaus oder der Rat der Regierung Ihnen rät, zu Hause zu bleiben, und/oder wenn Sie Bedenken haben, Ihre Arztpraxis oder Ihr Krankenhaus aufzusuchen, oder wenn Sie ein neu ausgestelltes Rezept benötigen, versuchen Sie stattdessen, einen telefonischen Termin zu vereinbaren.
  • Bleiben Sie mit Familie und Freunden per Telefon oder E-Mail in Kontakt - körperliche Isolation muss keine soziale Isolation sein!
  • Zögern Sie nicht, um die Unterstützung zu bitten, die Sie für Einkäufe, das Ausfüllen von Rezepten oder andere Besorgungen benötigen.

Wenn der Termin beim Arzt für eine Injektion oder Infusion Ihrer Osteoporosebehandlung abgesagt wird oder Sie zu krank sind, um Ihre Medikamente zu diesem Zeitpunkt einzunehmen, wird eine vorübergehende Verzögerung der Medikation keine langfristigen Auswirkungen auf Ihre Knochengesundheit haben. Wenn Sie jedoch Denosumab einnehmen, ist es wichtig, dass Ihre nächste Injektion nicht länger als vier Wochen hinausgezögert wird, da die Wirkung schnell nachlässt. Setzen Sie sich unbedingt mit Ihrem Arzt in Verbindung und planen Sie so bald wie möglich einen neuen Termin ein, damit die Vorteile der Behandlung erhalten bleiben. Wenn Sie sich unwohl fühlen und Tabletten vergessen haben, vergessen Sie nicht, Ihre übliche Dosis wieder aufzunehmen, sobald Sie sich wieder gut genug fühlen.

Lassen Sie uns alle sicher und bruchfrei bleiben, indem wir die kritische Anleitung befolgen, die dazu beitragen wird, alle älteren Erwachsenen und diejenigen zu schützen, die den Auswirkungen dieses globalen Virus stärker ausgesetzt sind.

 

Ältere und Gefährdete müssen geschützt werden. Foto: © Adobe Stock

Ältere und Gefährdete müssen geschützt werden

Eindringlicher Appell an jeden Einzelnen: Ältere und Gefährdete müssen geschützt werden. Familienministerin Franziska Giffey und Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, fordern die Solidarität aller Generationen um gefährdete Personen zu schützen. Auch ältere Bürger und Bürgerinnen müssen handeln. "Ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und ihre Familien sollten ihre Gewohnheiten jetzt überdenken. Sie sollten Einschränkungen in Kauf nehmen, um ihre Gesundheit zu schützen", erklärt die Ministerin. "Panik hilft nicht, unabhängig vom Alter. Aber handeln müssen wir Älteren und Alten in Sachen Corona doch", ergänzt Franz Müntefering.

  • Reduzieren Sie soziale Kontakte soweit möglich, auch zu Gleichaltrigen, denn auch sie können Überträger sein.
  • Meiden Sie derzeit jeden unmittelbaren Kontakt zu Enkelkindern. Die Großeltern sollten möglichst nicht in die Betreuung einbezogen werden.
  • Gehen Sie nicht in Arztpraxen, rufen Sie im Bedarfsfall dort an, und fragen, wie Sie sich verhalten sollen.
  • Gehen Sie, falls möglich, nicht in Apotheken, bestellen Sie benötigte Arzneimittel per Telefon und lassen Sie sich diese liefern oder nehmen Sie, wenn möglich, Hilfe aus der Familie oder der Nachbarschaft an.
  • Nehmen Sie Bring- und Lieferangebote an: durch Familie und Nachbarn, durch Supermärkte.
  • Halten Sie ihre sozialen Kontakte über Telefon oder, wenn möglich, über Skype aufrecht.
  • Begrenzen Sie die Zahl der Personen, die in Ihre Wohnung kommen, auf ein Minimum.
  • Nutzen Sie das schöne Wetter, um spazieren zu gehen. Das stärkt Ihre Abwehr. Halten Sie auch dort mindestens zwei Meter Abstand, wenn Sie Bekannte treffen!
  • In der aktuellen Situation ist Wachsamkeit vor "falschen Helfern" notwendig. So fragen Betrüger besonders ältere Menschen nach Geld für teure Medikamente und medizinische Behandlungen; angebliche Handwerker behaupten, Haus und Wohnung zu überprüfen und desinfizieren zu wollen. Wir empfehlen daher dringend, Unbekannten kein Geld zu geben und sie nicht in die Wohnung zu lassen.

 Corona Hilfe

  • Sollten bei Ihnen grippeähnliche Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren behandelnden Arzt.

 

Corona und Funktionstraining

uns erreichten im Zusammenhang mit dem Corona-Virus und der Durchführung des Funktionstrainings eine Vielzahl von Fragen. Hiermit leiten wir Ihnen Meldungen weiter, die von den Verbänden der jeweiligen Kassen übermittelt wurden:

(20.03.2020 Quelle: vdek)
Genehmigungsverfahren - Der Bewilligungszeitraum beim Funktionstraining wird unbürokratisch um die Zeit der Aussetzung der Übungsveranstaltungen verlängert. Hierzu bedarf es keiner besonderen Antragstellung durch die Versicherten bzw. die Leistungserbringer. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Versicherten aus Angst vor Ansteckung nicht mehr teilnehmen, die Leistungserbringer die Übungsveranstaltungen abgesagt haben, die Übungsstätten geschlossen wurden oder die Durchführung behördlicherseits untersagt wurde. Die Rehabilitationsträger werden nach überstandener Corona-Krise alle Leistungserbringer-Verbände über den (max.) Verlängerungszeitraum informieren.

Zwischenabrechnungen - Die Leistungserbringer haben einen Vergütungsanspruch für die bereits erbrachten Übungsveranstaltungen. Es wird empfohlen, diese Leistungen unabhängig von den vertraglich geregelten Zwischenabrechnungsterminen (in der Regel zum 30.06. und 31.12. d.J.) sofort mit den Krankenkassen abzurechnen, um Liquiditätsengpässe abzumildern.

(19.03.2020 AOK Plus)
Aufgrund der aktuellen Situation empfehlen wir, die Menschen im Sinne der Gesunderhaltung keiner Gefahr auszusetzen und das Funktionstraining nicht weiterzuführen bzw. geplante Kurse bis auf Weiteres auszusetzen. Natürlich obliegt die Entscheidung letztlich den Ländern. Die AOK PLUS hat sich dazu entschieden, den Teilnehmern eine Fortführung zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen. In dem Zusammenhang verlängern wir die Verordnungen um die Zeit des Ausfalls aufgrund des Corona-Virus bis zu 6 Monate. Für die Verlängerung des Genehmigungszeitraumes benötigen die Kunden keine separate Genehmigung von uns. Dies regeln wir intern.

Die bis jetzt durchgeführten Einheiten können Sie mit uns – auch außerhalb des vereinbarten Intervalls – abrechnen. Vielleicht schaffen wir so eine kleine wirtschaftlichen Entspannung. Wir arbeiten auf Hochtouren, um unter nun anderen Arbeitsbedingungen die Rechnungen fristgerecht bezahlen zu können.

Wiederaufnahme Funktionstraining

Für die Osteoporose-Gymnastik-Gruppen bzw. das Funktionstraining gelten in diesen Zeiten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, die auch für alle anderen Veranstaltungen gewahrt werden sollten. Bitte beachten Sie die Regelungen der Behörden der einzelnen Bundesländer. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Therapeuten - nur die Therapeuten bzw. Physiotherapie-Praxen können sich individuell je Bundesland, teilweise auch je Kommune, informieren, wann und wie das Training wieder anlaufen soll und kann.

Die Wiederaufnahme des Funktionstrainings unter Durchführung der notwendigen Schutzmaßnahmen wird zu erheblichem Mehraufwand für die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter führen, die das Funktionstraining in den Verbänden organisieren. Analoges gilt für die Physiotherapie-Praxen und Trainer, die die Regelungen praktisch umsetzen müssen. Die Maßnahmen werden darüber hinaus zu erheblichen Mehrkosten und Mindereinnahmen bei den durchführenden Verbänden, Trainingsgruppen, Selbsthilfegruppen sowie Therapeuten und Praxen führen. Mehrkosten und Mindereinnahmen entstehen vor allem durch:

  • verminderte Inanspruchnahmen, da Teilnehmende sich in der Abschätzung des individuellen Infektionsrisikos gegen eine Teilnahme entscheiden, diese Plätze aber nicht wiederbelegt werden können,
  • die Bereitstellung von zusätzlichen Hygiene- und Desinfektionsmaterialien für Therapeut*innen und Teilnehmende,
  • die Veranlassung von zusätzlichen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durch die Betreiber von Hallen und Bädern,
  • die Verkleinerung von Gruppen sowie ggf. die Einrichtung zusätzlicher Gruppen, um die Abstandsregeln zu wahren,
  • die Einplanung von Pausen zwischen den Gruppen, um zusätzliche Kontakte zu verhindern, was zu erhöhtem Zeitaufwand für die Therapeut*innen führt,
  • erforderliche Maßnahmen zur Kennzeichnung wie Hinweisschilder, Absperrungen und Bodenmarkierungen sowie
  • den zusätzlichen Dokumentations- und Verwaltungsaufwand.

 

Hinweise für Praxen und Therapeuten

Die Positionierung und Hinweise der einzelnen Verbände und Organisationen beziehen sich zum Teil auf den Reha-Sport, nach allgemeiner Diskussion und Abstimmung sind diese aber auf das Funktionstraining übertragbar.

 

Da sich diese Mitteilungen zur Zeit schnell ändern bzw. aktualisiert werden, haben wir die momentan wichtigsten mit einem * markiert: das sind aus unserer Sicht die mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene und dem GKV-Spitzenverband abgestimmte Positionierung der GKV zur Wiederaufnahme des Funktionstrainings nach Lockerung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen (2020-05-25), die Empfehlungen der Deutschen Rheuma-Liga vom (18.05.2020, insbesondere Seiten 4-7), wie auch die Übersicht des DBS zu den länderspezifischen Regelungen (2020-05-14).

 

 

 

Stand: 2020-05-25