Die Behandlung von Osteoporose muss spätestens dann beginnen, wenn der Verlust an Knochendichte messbar und möglichst noch bevor es zu einem Knochen- oder Wirbelbruch gekommen ist. Dazu sind neben einer "knochenfreundlichen" Ernährung und der Sturzvermeidung durch physiotherapeutische Maßnahmen mit Muskelkräftigung und Gleichgewichtstraining auch stabilisierende Medikamente erforderlich.

Eine ausreichende Versorgung mit diesen beiden "Knochenfreunden" ist nicht nur Bestandteil der Vorbeugung einer Osteoporose, sondern gehört auch bei der Einnahme von Bisphosphonaten und SERMs (SERM = selektiven Östrogen-Rezeptor-Modulatoren) unbedingt dazu.

Geänderte Ernährungsgewohnheiten (Fast Food, wenig Gemüse etc.) und zu wenig Sonneneinwirkung zumindest in der "dunklen" Jahreszeit machen eine Ergänzung von Calcium und Vitamin D notwendig. Insgesamt sollten dazu 1000 bis 1500 mg Calcium und 800 bis 1000 I.E. Vitamin D3 pro Tag eingenommen werden.

Wenn bereits eine Osteopenie oder schon eine Osteoporose diagnostiziert wurden, stellt die Einnahme von Calcium und Vitamin D3 die unverzichtbare Basisbehandlung dar.

Vitamin D3 bzw. das daraus gebildete Vitamin-D-Hormon (1,25-Dihydroxycholecalciferol) fördert die Aufnahme von Calcium über den Darm sowie den Einbau in die Knochen. Bei zu wenig UV-Licht kann in der Haut nicht genügend Vitamin D3aufgebaut werden. Diese Gefahr besteht bei Menschen, die sich nicht mehr ausreichend im Freien bewegen können. Die tägliche Einnahme von Vitamin D3 zusammen mit Calcium ist hier sinnvoll (ideal sind Kombinationspräparate), um einem Oberschenkelhalsbruch vorzubeugen. Patienten mit Leber- oder Nierenerkrankungen können Vitamin-D-Abkömmlinge wie Calcitriol und Alfacalcidol einnehmen.

Basistherapie: Vitamin D3 und Calcium

Eine ausreichende Versorgung mit diesen beiden "Knochenfreunden" ist nicht nur Bestandteil der Vorbeugung einer Osteoporose, sondern gehört auch bei der Einnahme von Bisphosphonaten und SERMs (selektiven Östrogen-Rezeptor- Modulatoren) unbedingt dazu.

Geänderte Ernährungsgewohnheiten (Fast Food, wenig Gemüse etc.) und zu wenig Sonneneinwirkung zumindest in der "dunklen" Jahreszeit machen eine Ergänzung von Calcium und Vitamin D notwendig. Insgesamt sollten dazu 1000 bis 1500 mg Calcium und 800 bis 1000 I.E. Vitamin D3 pro Tag eingenommen werden. Wenn bereits eine Osteopenie oder schon eine Osteoporose diagnostiziert wurden, stellt die Einnahme von Calcium und Vitamin D3 die unverzichtbare Basisbehandlung dar.

Vitamin D3 bzw. das daraus gebildete Vitamin-D-Hormon (1,25-Dihydroxycholecalciferol) fördert die Aufnahme von Calcium über den Darm sowie den Einbau in die Knochen. Bei zu wenig UV-Licht kann in der Haut nicht genügend Vitamin D3aufgebaut werden. Diese Gefahr besteht bei Menschen, die sich nicht mehr ausreichend im Freien bewegen können. Die tägliche Einnahme von Vitamin D3 zusammen mit Calcium ist hier sinnvoll (ideal sind Kombinationspräparate), um einem Oberschenkelhalsbruch vorzubeugen. Patienten mit Leber- oder Nierenerkrankungen können Vitamin-D-Abkömmlinge wie Calcitriol und Alfacalcidol einnehmen.

Bisphosphonate

Diese Wirkstoffe verhindern, dass es durch eine verstärkte Aktivität der Osteoklasten (Knochen abbauende Zellen) zu einem übermäßigen Knochenabbau kommt. Die Gefahr von Brüchen verringert sich damit. Bisphosphonate können auch zur Linderung von Knochenschmerzen beitragen. Die zur Osteoporose-Therapie zugelassenen Präparate enthalten die Wirkstoffe Alendronat, Risedronat und Etidronat.

Alendronat: Das Bisphosphonat Alendronat ist zur Behandlung von Frauen mit Osteoporose nach den Wechseljahren zugelassen. Viele Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff das Risiko für Brüche der Wirbelkörper und des Oberschenkelhalsknochens senkt. Als einziges Bisphosphonat steht Alendronat auch zur Therapie der Osteoporose des Mannes zur Verfügung. Weiterhin ist Alendronat auch zur Behandlung der Kortison-induzierten Osteoporose zugelassen. Das Medikament kann einmal wöchentlich (70 mg Wirkstoff) oder einmal täglich (10 mg) eingenommen werden.

Risedronat: Dieses Medikament ist ebenfalls zur Behandlung der frühen wie bereits ausgeprägten Osteoporose bei Frauen zugelassen. Risedronat vermindert das Risiko von Wirbelkörper und Oberschenkelhalsbrüchen. Es ist auch zur Vorbeugung und Behandlung einer Osteoporose im Zusammenhang mit einer Kortison-Behandlung zugelassen, die bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen (Rheumatoide Arthritis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn etc.) ein wichtiger Therapiebaustein ist. Risedronat wird einmal täglich (5 mg) oder als Wochenpille (35 mg) eingenommen.

Etidronat: Dieses dritte Bisphosphonat war der erste Wirkstoff dieser Gruppe, das bei Frauen nach den Wechseljahren einen vermehrten Knochensubstanzverlust verhindern sollte. Auch Etidronat ist zur Vorbeugung und Behandlung einer Kortison-induzierten Osteoporose zugelassen. Hier wechseln Einnahmephasen und Medikamentenpausen regelmäßig ab. Nach 14tägiger Einnahme (400 mg) folgt eine Einnahmepause von 76 Tagen. In dieser Zeit wird das in der Packung enthaltene Calciumpräparat (500 mg) eingenommen. Dann beginnt der Einnahmezyklus von vorne.

Ibandronat: Dieser ebenfalls zur Gruppe der Bisphosphonate gehörende Wirkstoff ist bereits als Infusion zur Schmerztherapie bekannt und wird zukünftig als monatliche Filmtabelette zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt werden können.

Wichtig! Einnahmevorschriften Bisphosphonate

  • Bisphosphonate können zu Magen- Darm-Unverträglichkeiten bis zu Entzündungen und Ulzera der Speiseröhre führen. Die Ursache liegt meist in Einnahmefehlern.
  • Nehmen Sie daher Alendronat oder Risedronat morgens auf nüchternen Magen in aufrechter Körperhaltung (Sitzen oder Stehen) ein – mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück und am besten mit einem großen Glas Leitungswasser (keine anderen Getränke). Bei der Einnahme von Etidronat müssen sie morgens zwei Stunden nüchtern bleiben.
  • Frühestens 30 Minuten nach der Einnahme eines Bisphosphonates und Nahrungsaufnahme dürfen Sie sich wieder hinlegen. Wenn Sie weitere Medikamente einnehmen müssen, tun Sie das danach.
  • Das zusätzlich verordnete Calcium- /Vitamin-D-Präparat sollten Sie nie gleichzeitig mit dem Bisphosphonat einnehmen, sondern immer zu einer anderen Tageszeit.
  • Etidronat kann auch zu anderen Tageszeiten eingenommen werden, zu beachten ist aber immer, dass vor und nach der Einnahme zwei Stunden keine Nahrung aufgenommen werden darf.

Raloxifen (SERM)

Bei dieser Substanzgruppe handelt es sich um einen selektiven Östrogen-Rezeptor- Modulator, kurz SERM genannt. Raloxifen, das chemisch nichts mit Östrogenen zu tun hat, kann jedoch östrogenähnlich, aber auch den Östrogenen entgegengesetzt wirken. Das ist von Organ zu Organ unterschiedlich. An den Knochen wirkt Raloxifen wie Östrogen: Es hemmt den Knochenabbau und kann die Knochendichte erhöhen. Studien haben ergeben, dass Raloxifen nach drei Jahren Behandlungsdauer die Anzahl von Wirbelbrüchen deutlich senken kann. Raloxifen ist für die Behandlung von Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren zugelassen. Es wirkt aber nicht gegen Beschwerden der Wechseljahre. Der Wirkstoff den Cholesteringehalt des Blutes (Gesamtcholesterin) senken. Weiterhin hat sich gezeigt, dass Raloxifen vor einer bestimmten Form von Brustkrebs schützen kann. Allerdings muss eine Brustkrebsbehandlung abgeschlossen sein, bevor Raloxifen eingesetzt werden darf.

Wenn aus medizinischen Gründen ("Gegenanzeigen") weder Bisphosphonate noch Raloxifen in Frage kommen, gibt es folgende Alternativen, auch wenn die Studien zu diesen Wirkstoffen kein einheitliches Bild ergeben haben:

Fluoride

Fluoride: Bei stark verminderter Knochenneubildung kann die Leistung der Knochen aufbauenden Zellen (Osteoblasten) durch Fluoride gesteigert werden (osteoanabole Wirkung), so dass neue Knochensubstanz entsteht. Diese ist aber nicht immer ausreichend stabil, um Wirbelkörper- und Knochenbrüche zu verhindern. Fluoridhaltige Medikamente sind zur Vorbeugung der Osteoporose nicht zugelassen. Wenn die Fluoridtherapie zu lange durchgeführt wird, tritt der gegenteilige Effekt ein: die Knochen werden spröde und brechen leicht.

Kalzitonin

Kalzitonin: Die Osteoklasten werden nach den Wechseljahren und bei bestimmten Erkrankungen aktiver. Das Schilddrüsenhormon Kalzitonin kann den Knochenschwund durch Hemmung der Osteoklasten bremsen. Daneben werden auch die Schmerzen gelindert. Es gilt in der modernen Osteoporose-Therapie als Reservepräparat, wenn Bisphosphonate oder SERM wegen Unverträglichkeiten nicht eingesetzt werden können. Am ehesten werden sie kurzfristig bei akuten Schmerzen z.B. nach einem Wirbelkörperbruch eingesetzt und zwar als Infusion oder Spritzen, bzw. als Nasenspray. Die Therapie sollte einen Zeitraum von zwei Jahren nicht überschreiten.

Vitamin-D-Derivate

Vitamin-D-Derivate: Diese Abkömmlinge, auch Vitamin-D-Metaboliten genannten stoffwechsel- wirksamen Substanzen können möglicherweise einen übermäßigen Knochenabbau bremsen. Der aktivste natürliche D-Metabolit ist das Vitamin-D-Hormon, das nach Aktivierung von Vitamin- D3 in Leber und Niere entsteht. Weitere Abkömmlinge sind Calcitriol und Alfacalcidol. Letzteres hat einen ähnlich positiven Effekt auf die Muskelkraft und -koordination wie Vitamin D-Hormon, was die Sturzgefahr bei älteren Menschen verringern kann.

Teriparatid Parathormon

Teriparatid-Parathormon: Das biotechnologisch produzierte Bruchstück des körpereigenen Parathormons kann Osteoporose bedingte Knochenbrüche nachweislich vermindern und ist in Deutschland zur Behandlung der manifesten Osteoporose nach dem ersten (Wirbel)-Bruch für Frauen nach den Wechseljahren zugelassen; in den USA und der Schweiz auch bei der Osteoporose des Mannes. Teriparatid regt den Knochenstoffwechsel an und ist in der Lage, neuen, belastbaren Knochen zu bilden. Es steigert die Anzahl und die Leistung der Osteoblasten. Damit die knochenaufbauende Wirkung ausgelöst wird, muss ein täglicher "Impuls" gegeben werden, d.h. in Form einer Injektion von 20 μg. Dazu gibt es einen "Pen", mit dem man sich das Medikament selbst unter die Haut von Bauch oder Oberschenkel spritzen kann.

Strontiumranelat

Strontiumranelat: Das knochenaffine (verwandte) Metall Strontium regt die Osteoblasten an und hemmt die Osteoklasten. Damit lässt sich das Risiko von neuen Wirbelkörperbrüche- und Hüftfrakturen senken. Der Wirkstoff kann als Suspension eingenommen werden, die Nebenwirkungen sollen nicht ausgeprägt sein. Die Zulassung in Deutschland ist im Herbst 2004 erfolgt.

Denosumab (Prolia)

Denosumab (Prolia) wurde erst kürzlich zur Osteoporose-Therapie zugelassen. Es handelt sich um einen Antikörper gegen einen Botenstoff (RANKL), ohne den die Knochenfresszellen nicht arbeiten können. Es handelt sich also auch um ein Antiresorptivum. Denosumab wird alle sechs Monate unter die Haut (subkutan) gespritzt. An Nebenwirkungen sind mögliche Hautallergien und Hautinfektionen selten möglich. Denosumab kann auch bei Nierenfunktionsschwäche eingesetzt werden.