Sie wollen Trainer werden?

Funktionstraining, das ist die effektive Gymnastik bei Osteoporose. Dieses Training geht speziell auf die Belange von Osteoporose-Betroffenen ein und wird in den Selbsthilfe- und Trainingsgruppen gemeinsam mit einem ausgebildeten Trainer bzw. Übungsleiter durchgeführt.

Für uns als Selbsthilfeverband genießen die Trainer bzw. Übungsleiter unserer Gruppen besonderes Ansehen: Sie übernehmen die Verantwortung für das Training und sind wertvolle Ansprechpartner. Um sicherzustellen, dass Funktionstraining als Leistung seitens der Krankenkassen abrechenbar honoriert werden kann, kommen für die Leitung der Gruppen nur Therapeuten mit speziellen Erfahrungen und spezieller Fortbildung in Betracht. Und dafür muss auch ein glaubwürdiger und zertifizierter Nachweis vorliegen: das Zertifikat Trainer Osteoporose Gymnastik.

 

Grundlagen Trainer Osteoporose Gymnastik

Was hat es mit dem Trainer Osteoporose Gymnastik auf sich? Nicht jeder kann und darf Funktionstraining anbieten, durchführen und abrechnen. Hierfür bedarf es eines entsprechenden Vertrages mit den Krankenkassen als Abrechnungsgrundlage und einer belegten Qualifikation derjenigen, die das Training leiten.

Die Qualifikation unterliegt gewissen Vorgaben, muss erworben werden und wird mit einem Zertifikat bestätigt. Damit wird auch die Voraussetzung erfüllt sowie ein vertraglicher Bestandteil der Abrechnung von ärztlich verordneten F56-Leistungen - sprich, ohne Zertifikat keine Abrechnung.

Trainer Osteoporose Gymnastik
BAR Rahmenvereinbarung

Wo ist das geregelt?
Die Anforderungen sind einheitlich und grundlegend geregelt in der » Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining. Diese Vereinbarung ist eine verbindliche Arbeitsgrundlage für Rehabilitationsträger und Leistungserbringer sowie für die Therapeuten der Trainings- und Selbsthilfegruppen. Ziel ist sicherzustellen, dass Funktionstraining als ergänzende Leistung im Rahmen geltender Vorschriften nach einheitlichen Grundsätzen erbracht bzw. gefördert werden kann.

Wer darf eine Gruppe leiten?
Die Leitung einer Gruppe bzw. die Durchführung von Funktionstraining ist einheitlich geregelt - siehe Rahmenvereinbarung § 14 ff. Hier ist auch zu lesen: Um Funktionstraining anbieten zu können, sind qualifizierende Voraussetzungen vorgeschrieben, nur wer über die entsprechende Ausbildung verfügt, darf eine Gruppe anleiten. Die Ausbildung ist somit Voraussetzung für die Leistung der Krankenkassen.

Wie lange dauert, wie lange gilt die Ausbildung?
Diese zertifizierte Ausbildung ist relativ kurz, aber dennoch intensiv. Die Ausbildung umfasst i.d.R. 20 Stunden und wird als Wochenendkurs angeboten. Dauer der Gültigkeit vier Jahre, danach muss die Gültigkeit bzw. die Zulassung zum Training durch einen neuen, kleineren Kurs aufgefrischt werden – genannt Refresher.

Wer bietet die Ausbildung an?
Bitte besuchen Sie nur Fortbildungskurse, die ein anerkanntes Zertifikat verleihen. So wie beispielsweise die Kurse des OSD. Wir sind aber nicht die Einzigen, die diese Kurse bzw. Ausbildungen zum Trainer Osteoporose Gymnastik anbieten. Einige Beispiele: die Berufsfachschulen Heimerer, der VPT Thüringen, Dr. Olaf Rößler, Saalfeld oder VPT Brandenburg, Eva Jendroszek, Hoppegarten. Ggf. bitte bei den einzelnen Anbietern die aktuellen Termine und Inhalte erfragen, wir können zu externen Kursen keine Auskunft geben.

Was ist noch zu beachten?

  • Die grundlegende Ausbildung hat zumeist einen Umfang von ca. 20 Einheiten, kürzere Präventionskurse oder ähnliches sind keine Übungsleiter-Kurse zur Osteoporose Gymnastik mit Funktionstraining und werden nicht anerkannt.
  • Gleiches gilt für Übungsleiter Reha-Sport / Rehabilitation des DOSB oder DBS etc. - Reha-Sport ist nicht Funktionstraining und ist in der Rahmenvereinbarung daher gesondert geregelt.
  • Und: nicht nur der Trainer wird zertifiziert, auch die Gruppe bzw. Trainingsstätte muss anerkannt werden: hierbei handelt es sich um die sogenannte Anerkennung für Gruppen mit dem entsprechenden Zertifikat zu einer anerkannten Osteoporose-Gruppe. Es gibt also immer zwei Anerkennungen / Zertifikate: das für den Trainer und das für die Gruppe.