Calcium-Räuber
Was vermindert die Calcium-Aufnahme?
Ein Mangel an Vitamin D führt zu einer geringeren Resorption (Aufnahme) von Calcium aus dem Darm. Bei vielen älteren Menschen wird häufig eine unzureichende Vitamin D Versorgung beobachtet. Ursache hierfür ist die geringe Zufuhr durch die Nahrung, die altersbedingte verminderte Umwandlung in die aktive Hormonform, aber auch die mangelnde Bewegung im Freien (Sonnenlicht auf der Haut unterstützt die Vitamin D Produktion im Körper).
Auch sollten Spinat, rote Bete, Mangold und Rhabarber, die von Natur aus Oxalsäure enthalten, nicht im Überfluss gegessen werden. Organische Säuren wie Oxalsäure können sich mit Calcium sowie anderen Mineralstoffen und Spurenelementen im Darm verbinden und somit deren Aufnahme in den Stoffwechsel verringern. Die organischen Säuren werden durch Erhitzen inaktiviert. Menschen mit Freude an Rohkost sollten darauf achten, nicht mehr als 50% der täglichen Nahrung im rohen Zustand zu essen
Calcium-Räuber Phosphat
So wichtig eine calciumreiche Ernährung auch ist: ihr Nutzen ist eingeschränkt, wenn nicht gleichzeitig auf den Gehalt an Phosphat geachtet wird. Zuviel davon ist ungünstig für die Knochen: zum einen vermindert in der Nahrung enthaltenes Phosphat die Möglichkeit zur Calcium-Aufnahme, zum anderen führen (zu) hohe Phosphatspiegel im Blut letztendlich zur Ausschwemmung von Calcium aus den Knochen.
Phosphat wird - neben dem natürlichen Vorkommen - auch in vielen verarbeiteten Lebensmitteln, also Fertigprodukten, industriell zugesetzt. Zu den Spitzenreitern in punkto Phosphatgehalt gehören Chips, Fast Food, Cola und Limonaden, auch Schmelzkäse, Fleischextrakt, Hefe, Bier und Sojamehl. Ihren Knochen zuliebe sollten Sie darauf verzichten. Auch andere eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Würste und Wurstwaren sind oft stark phosphatlastig.
Genügend Calcium einerseits und möglichst wenig Phosphat andererseits, ist eine Gratwanderung - denn beispielsweise kann auch in calciumreichen Milchprodukten gleichzeitig relativ viel Phosphat enthalten sein.
Alkohol, Koffein & Nikotin
Die Wirkung des Alkohols auf den Knochenstoffwechsel ist noch nicht eindeutig geklärt. Bei mäßigem Alkoholkonsum (reden wir einmal vom Glas Wein oder einem Bier) sind meist keine Probleme zu befürchten. Hingegen führt ein hoher Alkoholgenuss zu einer Abnahme der Knochenmasse. Chronischer Alkoholmissbrauch hemmt die Osteoblasten (Knochenaufbau-Zellen) und besitzt einen negativen Einfluss auf den Vitamin D-Stoffwechsel. Auch fördert Alkohol eine verstärkte Calcium-Ausscheidung mit dem Urin.
Auch Koffein besitzt ausschwemmende Eigenschaften, die sich auf den Calcium-Haushalt im Körper auswirken. Daher sollten täglich nicht mehr als drei Tassen Kaffee getrunken werden.
Neben den zahlreichen, gesundheitlich negativen Auswirkungen des Rauchens besitzt Nikotin auch eine osteoporosefördernde Wirkung. Durch den Zigarettenkonsum verengen sich die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren), was die Versorgung der Knochen mit Nährstoffen verschlechtert.

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