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Osteoporose


Einführung Knochen und Osteoporose Risiko-Faktoren Diagnose Therapie

Osteoporose-Diagnose

Osteoporose-Diagnose

Wie wird Osteoporose diagnostiziert? Welche Möglichkeiten gibt es zur Osteoporose-Diagnose? Nach der ersten Abklärung von Risiko-Faktoren werden im Rahmen der Osteoporose-Diagnose Körpergröße, Gewicht, Wirbelsäule und Verformungen, Rückenmuskulatur, mögliche andere Ursachen einer sekundären Osteoporose (wenn Osteoporose durch andere Erkrankungen begünstigt oder mitverursacht wird) betrachtet. Weiter erfolgen Tests zur Sturzgefährdung, zur Balance und zur Muskelkraft. Weiter gibt es einige Messverfahren der Osteoporose-Diagnose um Knochendichte und -masse zu beschreiben.

Leider gibt es im Bereich Vorsorge zu wenig finanzielle Unterstützung seitens der Krankenkassen. Die als Standard Osteoporose-Diagnose empfohlene DXA Messung (siehe unten) wird von den meisten Krankenkassen erst nach diagnostizierter Osteoporose übernommen – erst danach! Wenn Sie vorbeugen wollen, müssen Sie selber aktiv werden. Fragen Sie Ihren Arzt nach der Möglichkeit einer Knochendichte-Messung, fragen Sie nach einer sogenannten DXA Messung – vor allem, wenn Sie über 50 Jahre alt sind oder in unserem Fragebogen einen entsprechenden Risiko-Hinweis erhalten haben.

Knochendichte-Messung (Osteodensitometrie) mit DXA

Osteoporose-Diagnose

Heute ermöglicht die Knochendichte-Messung eine Diagnose bereits bevor es zum ersten Knochenbruch kommt. Das DXA Verfahren (aus dem Englischen: Doppel-Röntgen-Absorptionsmessung) wird von der Welt-Gesundheits-Organisation empfohlen, ist weltweiter Standard und untersucht die Knochendichte, das heißt den Mineralgehalt des Knochens. Der Mineralgehalt bestimmt maßgeblich die Festigkeit und Dichte des Knochens. Und verminderte Knochendichte bedeutet erhöhtes Frakturrisiko.

Osteoporose-Diagnose

Die Ergebnisse der Knochendichte-Messung an den Lendenwirbeln und am Oberschenkelhals mittels DXA werden meist dargestellt wie bei einer Ampel: "grün / gelb / rot" für "in Ordnung / kritisch / gefährlich".

DXA ist die am häufigsten verwendete Methode der Knochendichte-Messung und eine strahlungsarme Röntgenmethode. Die Strahlungsbelastung hierbei ist deutlich geringer als bei einer normalen Röntgenaufnahme und die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.

Als Maßstab (T-Wert) für die Berechnung des Knochenwertes benutzt man den mittleren Knochendichte-Wert eines gesunden, jüngeren Menschen und vergleicht diesen mit dem ermittelten Wert beim Patienten. Die nachfolgend aufgelisteten Stadien und die damit verbundenen Messwerte dienen der Kategorisierung der Schwere einer Osteoporose.

Osteopenie (= niedrige Knochenmasse):
Knochenmineralgehalt: T-Wert von -1.0 bis - 2.5 (Standardabweichung)

Osteoporose (ohne Frakturen):
Knochenmineralgehalt: T-Wert < -2.5

Manifeste Osteoporose (mit Frakturen):
Knochenmineralgehalt: T-Wert < -2.5 und Knochenbrüche ohne auslösendes Ereignis, wie z.B. Unfall oder Verletzung

Weil das Entstehen einer Osteoporose Jahre dauert, können aufgrund von DXA Knochendichte-Messungen frühzeitig die notwendigen Schritte eingeleitet werden. So kann die Krankheit behandelt werden, bevor die erste Fraktur auftritt. Die Messung hat allerdings nur einen hinweisenden Charakter: Sie wird immer im Zusammenhang mit dem Alter, der individuellen Krankengeschichte, möglichen Risikofaktoren für Osteoporose sowie Beschwerden und Symptomen bewertet.

Röntgen

Kommt es, ohne Unfall, zu einem Wirbelkörper- oder Schenkelhalsbruch, so kann das Röntgenbild einen Hinweis auf Osteoporose zeigen. Lange Zeit wurde daher die bereits fortgeschrittene Osteoporose oft erst nach erfolgtem Knochenbruch festgestellt.

Bei akuten oder chronischen Rückenschmerzen unklarer Ursache ist eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule grundsätzlich sinnvoll. Röntgenbilder der Brust- und Lendenwirbelsäule lassen Knochenveränderungen, Verformungen und Brüche, wie sie für eine Osteoporose typisch sind, meist auf Anhieb erkennen. Leider ist dann die Knochenmasse schon reduziert, sodass das Röntgen für die Früherkennung ungeeignet erscheint.

QCT

An einigen Zentren wird auch die quantitative Computer-Tomographie (QCT) verwendet. Diese Methode hat den Vorteil, dass sie über eine gute Wiederholungsgenauigkeit verfügt und dass die Knochen mehrdimensional dargestellt und gemessen werden können. Die Messungen haben eine höhere Strahlenbelastung, sind wesentlich teurer und sollten nur nach einer DXA Messung erfolgen. Die T-Werte der QCT-Messung sind mit denen der DXA nicht vergleichbar.

Ultraschall

Ultraschall-Untersuchungen des Fersenbeins oder der Fingerknochen als Methode zur Knochendichtebestimmung werden häufig angeboten, lassen aber bislang nur eher eine Ahnung zu, ob Osteoporose zu diagnostizieren ist. Diese Untersuchung bietet einen ersten Anhaltspunkt, aber mehr nicht.

Laboruntersuchungen

Ist die Diagnose einer Osteoporose einmal wahrscheinlich, erlauben Labortests von Blut und Urin, die Diagnose zu erhärten und weitere Angaben zu Ursachen und Knochenstoffwechsel zu gewinnen. Im Blut werden unter anderem die Mineralstoffe Calcium und Phosphat, der Schilddrüsenwert und weitere Parameter bestimmt. Die Bestimmung der Blutwerte dient auch dazu andere Krankheiten auszuschließen.

Letzte Aktualisierung: 23.05.10

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