Knochen-Aufbau
Wenn wir den Knochen-Aufbau betrachten - wie sich unsere Knochen entwickeln - dann spielen zwei Aspekte eine herausragende Rolle: Bewegung und Calcium. Ohne die Mineralstoffe und ohne die belastenden Impulse, die der Knochen braucht, ist kein gesundes Wachstum und keine Stabilität denkbar. Oder umgekehrt: Wenn es an Kraftimpulsen durch Bewegung oder Calcium mangelt, leidet die Knochenstruktur und die Entwicklung von Osteoporose und Knochenschwund wird begünstigt. Daher spielen auch Bewegung und Calcium im Rahmen der Osteoporose-Therapie eine so entscheidende Rolle.
Skelett und Knochen: eine Lebensaufgabe
Skelett und Knochen stellt man sich gerne als starres, gewissermaßen lebloses Gewebe vor. Doch das Gegenteil ist der Fall. Im Knochen wird rege gearbeitet, der Knochen baut sich ständig um und passt sich an die Anforderungen an.
Man denke nur einmal an das lebhafte Wachstum im Kindesalter oder die Tatsache, dass (normale) Brüche nach Verletzungen meistens wieder glatt verheilen. Doch gibt es diese Aufbauarbeit nicht nur in besonderen Momenten, wie in der Jugend oder beim Knochenbruch. Vielmehr baut sich der Knochen ständig um, das heißt auf, ab und wieder auf, um vital zu bleiben und den täglichen Anforderungen an Stabilität und Widerstandskraft zu entsprechen. Dabei erneuert sich das Skelett mehrmals im Laufe des Lebens, es baut sich um.
Der Körper Knochen und Skelett in jungen Jahren auf und nach dem 40. Lebensjahr kontinuierlich Knochenmasse ab. Und besonders bei Frauen kann der Verlust an Knochenmasse mit Beginn der Wechseljahre zu Osteoporose führen. Aber auch Männer können an Osteoporose erkranken.
Bis etwa zum 25. Lebensjahr überwiegt der Knochenaufbau: Der Mensch wächst, das Skelett stabilisiert sich, die Knochenmasse nimmt zu - dabei spielen die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) die Hauptrolle. Die Knochenmasse erreicht mit etwa 30 Jahren ihren Höhepunkt. Danach sind die aufbauenden Zellen und ihre Gegenspieler, die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten), im Gleichgewicht. Aufbau und Abbau halten sich die Waage, der Knochen ist stabil und gleichzeitig erneuert er sich kontinuierlich. Gerät dieses Wechselspiel aus dem Gleichgewicht, entsteht Osteoporose – Knochenschwund.
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