Bewegung und Belastung stärkt den Knochen
Körperliche Bewegung und Belastung der Knochen stehen in direktem Zusammenhang mit dem Aufbau und dem Erhalt der Knochensubstanz – der Knochen reagiert auf Aktivität. In der Jugend und im Kindesalter ist es wichtig, möglichst viel körperlich aktiv zu sein, um Knochenmasse aufzubauen, um einen "Vorrat" an Knochensubstanz für das weitere Leben zu bilden. Ab der Lebensmitte und vor allem in der zweiten Lebenshälfte steht die Stabilität im Vordergrund und der Erhalt der Knochensubstanz. Je aktiver wir sind, desto länger können wir einen übermäßigen Knochenabbau verzögern.
"Die Form folgt der Funktion"
Diese Aussage nennt man das Wolff'sche Gesetz und es ist eine der Grundlagen der Orthopädie. Einfach erklärt:
- Wenn der Knochen belastet wird, baut er sich auf - wenn der Knochen keine Belastung erfährt, baut er sich ab. Er folgt in seiner Form der Funktion, d.h. der Knochen passt sich an die an ihn gestellten Anforderungen an.
- Das Wolff'sche Gesetz begründet auch die Bedeutung von körperlicher Aktivität, von Bewegung und Belastung bei Osteoporose (und zur Vorbeugung). Diese Regel gilt unabhängig von Alter oder Krankheit.
Dynamische Kraftimpulse sind entscheidend
Für den Knochenaufbau förderlich sind dynamische Übungen mit Krafteinsatz, ein Ausdauer-orientiertes Training (z.B. Laufen, Radfahren, Schwimmen) hat keinen (oder wenig) Einfluss auf die Knochenbildung, da die auftretenden Kraftspitzen zu gering sind, so Prof. Dr. Dieter Felsenberg, Charité, Berlin. Es kommt also auf die dynamischen Kraftimpulse an, die den Knochenaufbau unterstützen: auf das wiederholte Be- und Entlasten. Daher gilt: Belastung stärkt den Knochen.
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