Osteoporose geht uns alle an
Osteoporose trifft viele, mehr als wir denken… Jede zweite Frau über 60 Jahre muss damit rechnen, bereits an Osteoporose erkrankt zu sein oder künftig zu erkranken. Aber auch Männer erkranken an Osteoporose. Jeder in der zweiten Lebenshälfte sollte sich in seinem eigenen Interesse Fragen zu dieser Krankheit stellen und sich (vorsorglich) untersuchen lassen.
Heute ist bereits rund ein Drittel der älteren Menschen von Osteoporose betroffen. Oft, ohne es zu wissen, denn Osteoporose entwickelt sich sehr langsam - so langsam, dass man sie meist nicht bemerkt. Manchmal kann es 10 Jahre und länger dauern, bis der erste Knochen bricht. Osteoporose ist eine Krankheit, die schleichend langsam kommt – gerade das ist das Heimtückische daran.
Osteoporose ist weit verbreitet, um es deutlich zu machen: Es sind mehr Frauen von Osteoporose-bedingten Knochenbrüchen betroffen als von Brustkrebs, Schlaganfall und Herzinfarkt zusammen, so Osteoporose-Experte Prof. Dr. Reiner Bartl, Leiter des Osteoporose-Zentrums der Universität München. Daher: Osteoporose geht uns alle an.
Die Epidemie des 21. Jahrhunderts
Allein in Deutschland sind etwa acht Millionen Menschen betroffen – eine entsprechend hohe Dunkelziffer an unerkannten Erkrankungen kommt hinzu. Die WHO, die Welt-Gesundheits-Organisation, zählt Osteoporose heute bereits zu den wichtigsten Gesundheitsproblemen in unserer Gesellschaft.
Mehr noch: Osteoporose wird als die "Epidemie des 21. Jahrhunderts" bezeichnet, als eine der Top-10-Krankheiten weltweit, als Volkskrankheit, auch bei uns. Da immer mehr Menschen immer älter werden, nimmt Osteoporose, als altersbedingte Krankheit, zu. Durch die alternde Gesellschaft wird das Problem künftig noch
verschärft, denn die
durchschnittliche Lebenserwartung steigt.
Die erschreckende Bilanz des Knochenleidens: über 300.000 Knochenbrüche jährlich, davon rund 130.000 Brüche des Oberschenkels, die normalerweise eine stationäre Behandlung erfordern. Rechtzeitige Erkennung, Vorsorge und Behandlung könnten den Betroffenen viel Leid ersparen. Und auch Geld, denn jede Krankheit ist teuer.
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