Mit Osteoporose leben
Osteoporose ist gut therapierbar, wenn Erkrankte bereit sind, etwas Eigeninitiative im Umgang mit der Krankheit aufzubringen. Frau Dr. Jutta Semler, Chefärztin des Immanuel-Krankenhaus, Berlin-Wannsee, hat es auf den Punkt gebracht:
"Die Verantwortung für den Lebensstil kann der Patient nicht auf den Arzt schieben". Das mag auf den ersten Blick hart klingen, trifft aber den Kern der Sache. Osteoporose, die Entwicklung und der Fortschritt der Krankheit, lässt sich durch den Lebensstil beeinflussen. Damit liegen wesentliche Erfolgsfaktoren im Kampf gegen Osteoporose in der Hand des Patienten.
Osteoporose–Therapie und Vorbeugung
Was für die Osteoporose-Therapie gilt, gilt zumeist auch für die Vorbeugung, insb. was Ernährung, Bewegung und Vermeidung von beeinflussbaren Risikofaktoren anbelangt. Die Grundlagen der Erkrankung sind in vielen Fällen genetisch disponiert – daher können die Jüngeren schon frühzeitig vorbeugen, wenn sie sich über Osteoporose informieren. Ernährung und Bewegung sind die bedeutendsten Therapie-Elemente bei Osteoporose und kommen noch vor der medikamentösen Behandlung.
Osteoporose und Ernährung
Die Orientierung an einer knochengesunden Ernährung muss nicht als Einschränkung erlebt werden, viel mehr gibt es Ihnen die Chance, viel für Ihren Körper zu tun. Und knochenbewusste Ernährung bei Osteoporose heißt einfach gesund essen, mit Schwerpunkt auf Calcium und Vitaminen, heißt nicht "Haferbrei mit Reisschleim", es kann auch schmecken – auch denen, die nicht an Osteoporose erkrankt sind. Es ist einfach gesund.
Osteoporose und Bewegung
Der Körper muss trainiert werden, gegen Osteoporose und für mehr Vitalität im Alter. Informieren Sie sich über die Bedeutung der verschiedenen Bewegungstypen: Warum Beweglichkeit und Koordination im Alter und besonders bei Osteoporose wichtig sind, wie Sie die Muskulatur zu mehr Kraft und Ausdauer stärken können und warum der Knochen dynamische Kraftimpulse für seine Stabilität und sein Wachstum braucht. Es reicht nicht zu sagen "ich geh' doch schon spazieren".
Osteoporose und Erwartungshaltung
Kampf gegen Osteoporose heißt auch "mit Osteoporose leben": Osteoporose ist kein kleiner Kratzer, der nach drei Tagen verheilt. Sie müssen die Diagnose einer Osteoporose ernst nehmen und Ihren Lebensstil langfristig anpassen. Osteoporose ist eine langsam fortschreitende Knochenkrankung. Das schleichende Fortschreiten ist auch der Grund, warum Osteoporose oft spät erkannt wird – aber die Krankheit ist gut therapierbar, auch wenn sich eine Osteoporose-Therapie über viele Jahre erstreckt: innerhalb von ein bis zwei Jahren (nach der Diagnose) sollte der fortschreitende Knochenschwund zum Stillstand gebracht werden, danach muss konsequent an Knochen-Stabilität und -Aufbau gearbeitet werden sowie am Training der Muskulatur – und das langfristig…
Ihre Initiative ist gefragt
Die Eigeninitiative und die Bereitschaft zur Selbsthilfe stehen an der Spitze der Osteoporose-Therapie und der Osteoporose-Vorbeugung. Daher: Helfen Sie sich selbst.
- Osteoporose lässt sich gezielt behandeln
- Muskulatur und Knochen lassen sich bis ins hohe Alter trainieren
- Informieren Sie sich zum Thema Osteoporose und Osteoporose-Therapie
- Werden Sie aktiv - es ist nie zu spät
- Wir helfen Ihnen beim Kampf gegen Osteoporose
Es ist Ihr Körper. Sie haben nur einen. Und Sie müssen etwas tun. Wie hat schon Friedrich Schiller gesagt: "Es ist der Geist, der den Körper baut". Fangen Sie an. Heute.
Social Bookmarking