Start OSD Osteoporose Therapie Selbsthilfe Service & Info Kontakt Aktuell
» Start  » Osteoporose  » Grundlagen

Osteoporose


Grundlagen Knochen und Osteoporose Arzt-Patienten-Gespräch Diagnose Knochendichtemessung Risikofaktoren Risikotest Bibliothek

Verbreitung Folgen Osteoporose einfach dargestellt Symptome

Die Krankheit der brüchigen Knochen


Osteoporose
ist eine Stoffwechselkrankheit. Der Begriff bedeutet übersetzt "poröser Knochen" - der Volksmund spricht von "Knochen-schwund" und bezeichnet damit anschaulich, was bei dieser häufigsten Knochenerkrankung geschieht: Es wird mehr Knochen ab- als aufgebaut.

Der stille Dieb am Knochen

Die Krankheit betrifft viele, vor allem ältere Menschen. Bislang wird sie noch immer unterschätzt und zu wenig beachtet – das langsame und stille Voranschreiten ist der heimtückische Grund, die Entwicklung zu übersehen. Meist sind starke und anhaltende Rückenschmerzen oder ein erster Knochenbruch der Anlass, über das Krankheitsbild nachzudenken. Und genau dies hätte schon viel früher geschehen sollen. Denn mit zunehmender Entwicklung werden die Knochen meist weniger belastbar, verlieren an Stabilität und können schon bei geringer Beanspruchung oder einfachen Stürzen brechen.

Osteoporose ist eine über das normale Maß hinausgehende Verminderung der Knochenmasse – eine Erkrankung, die den Knochenabbau beschreibt. Die Knochen werden zunehmend weniger belastbar, verlieren an Stabilität und können schon bei geringer Belastung oder einfachen Stürzen brechen. Die erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen.

Wenig Beachtung - unzureichende Behandlung

Bislang wird die Krankheit noch immer unterschätzt und zu wenig beachtet. Laut Studien werden weniger als 25% der Osteoporose-Betroffenen rechtzeitig, ausreichend oder richtig behandelt! Und bislang liegt auch
die Vorsorge in der Hand des Einzelnen... Jeder in der zweiten Lebenshälfte sollte sich in seinem eigenen Interesse Fragen zu dieser Krankheit stellen, sich (vorsorglich) untersuchen lassen und vor allem - sich informieren.

Das Problem: schleichend, unbemerkt, ohne Vorsorge

Heute ist bereits rund ein Großteil der älteren Menschen von Osteoporose betroffen. Oft, ohne es zu wissen, denn Osteoporose entwickelt sich sehr langsam - so langsam, dass man sie meist nicht bemerkt. Manchmal kann es 10 Jahre und länger dauern, bis der erste Knochen bricht. Osteoporose ist eine Krankheit, die schleichend langsam kommt – gerade das ist das Heimtückische daran. Wenn sich mehr Menschen um sich selber sorgen würden - "vorsorgen" -, könnten erste Anzeichen früher erkannt werden. Und damit viel Schmerz vermieden und Kosten gespart werden.

Wenn Osteoporose nicht ausreichend und richtig behandelt wird, können sich schlimme Folgen einstellen: Sie erleiden früher oder später einen durch Osteoporose bedingten Knochenbruch. Meist bleibt es nicht nur bei einem Bruch - weitere folgen, ebenso wie Schmerzen, Behinderungen und Pflegebedürftigkeit.

Mit Osteoporose gut leben

Wir alle werden älter und wir wollen vital bleiben, auch mit Osteoporose. Die medizinischen Möglichkeiten geben Hoffnung: Osteoporose ist heute gut therapierbar, wenn – und das ist der springende Punkt –, wenn der Betroffene bereit ist, etwas Eigeninitiative im Umgang mit der Krankheit aufzubringen. Medizin und Ärzte können auch helfen – mehr aber muss sich der Patient selbst helfen.

Die beste Nachricht: Gegen Osteoporose kann man angehen, man kann fit und aktiv leben. Genauer: Man muss es sogar, denn Fitness und Aktivität sind das A und O. Die Eigeninitiative und die Bereitschaft zur Selbsthilfe stehen an der Spitze der Therapie. Ernährung und Bewegung sind die bedeutendsten Therapie-Elemente bei Osteoporose und kommen noch vor der medikamentösen Behandlung.

Frau Dr. Jutta Semler, Chefärztin des Immanuel-Krankenhaus, Berlin, hat es auf den Punkt gebracht: "Die Verantwortung für den Lebensstil kann der Patient nicht auf den Arzt schieben". Das mag auf den ersten Blick hart klingen, trifft aber den Kern der Sache. Osteoporose, die Entwicklung und der Fortschritt der Krankheit, lässt sich durch den Lebensstil beeinflussen. Damit liegen wesentliche Erfolgsfaktoren im Kampf gegen Osteoporose in der Hand des Betroffenen. Und damit auch die Chance für ein vitales Leben. Daher: Helfen Sie sich selbst.

Nächste Seite:

Verbreitung
Die häufigste Knochenerkrankung im Alter trifft mehr Menschen als wir denken. Ohne Therapie drohen Brüche und Schmerzen. Vor allem Wirbelkörper-Brüche sind gefürchtet. Fast jede 2. Frau über 60 Jahre ...
>>> mehr









Aktualisiert: 25. August Zweitausendfünfzehn
© Bild | Illustration Doc und poröse Knochen: mit freundlicher Genehmigung durch die Schweizerische Vereinigung gegen die Osteoporose (SVGO)




Impressum Online-Redaktion Rechtliche Hinweise XHTML CSS