Osteoporose und Schmerzen gehen leider allzu oft Hand in Hand – das führt dann zu verminderter Bewegung oder Beweglichkeit. Angehen gegen schmerzbedingte Immobilität erscheint oft als Widerspruch – will man doch Ruhe haben, wenn einem etwas weh tut.

Für kurze Zeit ist Schonung richtig, nicht jedoch auf Dauer. Die Schmerztherapie besteht – auch bei Osteoporose – aus physikalischer, physiotherapeutischer und/oder medikamentöser Therapie: Ergebnis sollte sein, dass die Teilnahme am Leben in voller Aktivität möglich ist. Sofern es die Schmerzen erlauben, sollten Sie möglichst bald mit Bewegung und Bewegungstherapie starten, auch wenn sie zunächst nur in kleinen Schritten möglich ist. Bei alledem gilt: Bewegung hilft – auch gegen Schmerzen.

Schmerz fördert Immobilität

Osteoporose und Knochenbrüche können unerträglich schmerzhaft sein. Das Fatale: Schmerzen fördern Immobilität und damit weiteren Muskel- und Knochenabbau. Ausreichende Schmerzbehandlung ist die Grundvoraussetzung, um aus dem Teufelskreis "Schmerz" > "Schonung" > "Verspannung" > "zu wenig Bewegung" > "Verschlimmerung der Osteoporose" > "noch mehr Schmerz" wieder herauszukommen.

Bewegung steht für Heilprozesse

Um Schmerzen zu vermeiden oder zu lindern, ist auch Bewegung als elementare Aufgabe des Körpers wichtig. Manche Experten (und auch Betroffene) sagen sogar, Bewegung sei die wichtigste Therapie. Bewegung steht dabei für körpereigene Heilprozesse, für die Aktivität von Muskulatur, Durchblutung und Herz-Kreislauf. Gerade die Durchblutung des Organismus und die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff sind Voraussetzung für Entspannung und Linderung.

Die physikalische Therapie bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Mobilisierung und einen Einstieg in die Bewegungstherapie. Diese wiederum arbeitet mit Kraft- und Gleichgewichtsübungen, die auch dazu beitragen, das Sturzrisiko zu minimieren (siehe » Funktionstraining).

Medikamentöse Schmerztherapie

Unbestritten ist: Starke Schmerzen benötigen Schmerzmittel. Medikamente alleine aber bieten meist keine übergreifende Schmerztherapie und keine Dauerlösung. Dabei muss unterschieden werden, ob – wie z.B. nach einem Bruch – die Schmerzen kurzfristig auftreten oder ob bei chronischen Schmerzen eine Dauertherapie gefragt ist.

 

» Sturz-Prävention