Die Entwicklung der Bewegungsfähigkeit ist das grundlegende Ziel der Gymnastik, auch bei Osteoporose. Ganz allgemein steht der Begriff Gymnastik für Bewegung, wenn diese - und darauf liegt der Schwerpunkt - dem Training des Körpers und der Bewegungsfähigkeit des Menschen dient. Es gibt eine Vielzahl von Übungen mit denen Kraft, Beweglichkeit oder Flexibilität durch Gehen, Laufen, Hüpfen, Federn, Springen und Schwingen in verschiedensten Bewegungsabläufen erzielt werden sollen. Gymnastik ist der Überbegriff für ein Trainingsprogramm mit verschiedenen sportlichen Übungen. Bei der Gymnastik steht die Stärkung des ganzen Körper im Vordergrund. Gymnastik ist mit und ohne Hilfsgeräte möglich. Was soll mit Osteoporose-Gymnastik erreicht werden?

Osteoporose Gymnastik für Senioren

Osteoporose-Gymnastik: Sturzprophylaxe

Was hilft Stürze mit ihren oft schwerwiegenden Folgen zu vermeiden? Da sind in erster Linie Koordination und Sicherheit im Gehen und Stehen zu nennen. Die Gymnastik bietet so die Möglichkeit der Ausbildung der körperlichen Funktionen für motorische Handlungen - sprich, es geht es beim gymnastischen Training um eine Flexibilität, Balance und Standstabilität. Osteoporose ist eine altersassoziierte Krankheit und gerade im Alter ist es oft erforderlich ein gutes und sicheres Gangbild über ein zu trainierendes Maß an Balance und Sicherheit im Gehen und Stehen zu erlangen. Das hilft Ihnen, Stürze mit ihren oft schwerwiegenden Folgen zu vermeiden. Sturzprophylaxe ist wichtig, denn wer nicht stürzt riskiert weniger mögliche Frakturen.

Gymnastik für Senioren

Mit zunehmendem Alter stürzen Menschen immer häufiger, aus vielerlei Gründen: vor allem lässt die Kraft nach, die Reaktionsfähigkeit lässt nach, sie werden langsamer, sie werden unsicherer und unbeweglicher und vor allem die gesamte Motorik läuft stockender und schwächer. Die Kontrolle durch das Nervensystem wird ungenauer und das alles führt zu Störungen der Bewegung und des Gleichgewichts. Hier gilt es gegenzusteuern.

Osteoporose-Gymnastik: Koordination, Balance, Gleichgewicht und Körperkontrolle

Problematisch ist, dass bei den Älteren oft die Akzeptanz für Bewegung gering ist. Die meisten glauben, dass Gymnastik-Programme für ältere Menschen ein erhöhtes Risiko beinhalten. Ganz im Gegenteil: Auch bei eingeschränkter physischer Vitalität und bestehenden Erkrankungen ist ein entsprechendes muskelaufbauendes Training mit den Schwerpunkten Koordination, Gleichgewicht und Körperkontrolle durchaus realisierbar. Entscheidend ist, dass man einiges beachtet, dass man die Übungen auf das Krankheitsbild, die geschwächten Knochen und das erhöhte Frakturrisiko ausrichtet.

Um die Gefahr von Stürzen weiter zu vermindern muss ein Koordinationstraining mit in das Trainingsprogramm eingebaut werden. Ziel ist es hierbei, vor allem die Gleichgewichtsfähigkeit und das Reaktionsvermögen zu verbessern. Eine gute Möglichkeit dies mit Spaß und Freude zu trainieren, ist das Tanzen. Daher wird die Gymnastik oft tänzerisch ausgelegt.

Bei der Osteoporose-Gymnastik liegt der Schwerpunkt auf Übungen, die dehnen und kräftigen. Die Gymnastik zielt darauf ab, den gesamten Körper zu stärken, vor allem aber die Muskulatur der Beine (Gehen und Stehen), den Bauch, den unteren Rücken, das Becken und die Muskulatur des oberen Rückens (um der Wirbelsäule Halt und Stabilität zu geben). Insgesamt sollen Koordination, Gleichgewicht, Körperkontrolle und Körperhaltung gefördert werden. Zusätzlich kann das Programm um Kraft- und Ausdauertraining ergänzt werden.

Viele, die nicht in eine Osteoporose-Gruppe gehen wollen oder können, viele, die kein
» Funktionstraining vom Arzt verordnet bekommen oder sonst keine Gelegenheit haben, gemeinsam mit anderen zu üben, viele der Betroffenen, die spezielles Training und gezielte Bewegung brauchen, die können auch zuhause trainieren. Einige Anregungen finden Sie zum Beispiel in der Broschüre » Osteoporose Gymnastik. Wieder andere interessieren sich für eine moderne Form der Therapie, das » Vibrationstraining.

 

» Funktionstraining

» Vibrationstraining